Vom Skeptiker zum Coach: Was in einer Veränderung wirklich funktioniert (und was nicht).
Der Moment, in dem der Kopf aufgibt
Es gab eine Zeit in meinem Leben, da waren mir Psychologie und emotionale Themen gelinde gesagt suspekt.
Mein Herz schlug für Politik, Wirtschaft und Naturwissenschaften. Logik war meine Heimat, Zahlen waren sicher, und Gefühle schienen mir unberechenbar und weich. Wenn mir damals jemand gesagt hätte, dass ich einmal als Emotionscoach arbeiten würde, hätte ich vermutlich nur laut gelacht.
Ich am zum Anfang meiner Coaching Reise
Doch im Sommer nach meinem Abitur geschah etwas Unerwartetes. Auf langen Spaziergängen in der Natur fing ich an, mir Podcasts über Achtsamkeit und positive Psychologie anzuhören. Zum ersten Mal richtete ich den Blick nach innen. Ich erlebte Momente tiefer Dankbarkeit und einer befreienden Leichtigkeit – als würde das Leben einfach durch mich hindurchfließen und ich müsste mir um nichts mehr Sorgen machen.
Ich wollte mehr davon. Ich wollte wissen, wie ich diesen Zustand stabilisieren und das „Licht“ in eine Welt tragen konnte, der es – wie ich meinte – so dringend fehlte.
Ich buchte mein erstes Coaching über 12 Sessions. Mein naiver Wunsch: Ich wollte nur die Sonne, aber bloß keine Schatten. Ich wollte die Abkürzung.
Die Realität sah anders aus. Die Sessions waren stellenweise extrem herausfordernd. Auf einmal saß ich da und musste mich Fragen stellen, denen ich mein Leben lang ausgewichen war: Was macht mir konkret Angst? Welche Emotion ist im Meeting gerade da? Was passiert physisch in mir, wenn ich blockiere?
Es war eine wilde, oft anstrengende Reise. Aber es war die wertvollste meines Lebens. Denn ich merkte: Der Weg aus der Anspannung führt nicht um die Gefühle herum, sondern mitten hindurch.
Die Wissenschaft hinter echter Transformation
Nach dieser ersten Erfahrung ließ mich das Thema nicht mehr los. Ich absolvierte Ausbildungen, durchlief weitere Coachings und analysierte das Thema wie ein Wissenschaftler: Warum bringen manche Coachings rasante Durchbrüche, während andere nur nette Kaffeekränzchen bleiben?
Ich stellte fest, dass die wirksamsten Prozesse genau dann entstanden, wenn zwei große wissenschaftliche Modelle ineinandergreifen: Die 5 Wirkfaktoren der Psychotherapie nach Prof. Klaus Grawe und das weltbekannte PERMA-Modell der Positiven Psychologie nach Prof. Martin Seligman.
Im Growching© verschmelzen diese Ansätze zu einem glasklaren System – dem BESSER-Prinzip. Es ist das Fundament, das aus einem netten Gespräch eine lebensverändernde Erfahrung macht:
1. B – Beziehung auf Augenhöhe
Kein Konzept von der Stange, das dir übergestülpt wird. Ein guter Coach holt dich exakt dort ab, wo dein Verstand gerade steht. Die menschliche, wertschätzende Allianzerfahrung steht immer vor jeder Methode.
2. E – Engpass-Klarheit (Problem-Aktualisierung)
Ein altes Sprichwort sagt: „Ein Problem, das gut definiert ist, ist schon halb gelöst.“ Wir verschwenden im Leben oft Jahre damit, Symptome zu bekämpfen, statt die Ursache zu lösen. Sobald wir den echten emotionalen Engpass isoliert haben, löst sich der Knoten oft erstaunlich schnell. (Genau deshalb nehmen wir uns im Core Clarity Deep Dive volle 4 Stunden am Stück Zeit für dieses Fundament).
3. S – Selbstwirksamkeit
Veränderung passiert nicht durch Druck, sondern durch echtes Zutrauen. Sobald du spürst, dass dein Gegenüber unerschütterlich an deine Ressourcen glaubt – ohne dich zu drängen –, wächst dein eigenes Vertrauen in deine Fähigkeiten.
4. S – Sinn & Neuausrichtung
Wir brauchen ein Wofür. Coaching gibt dir den Raum, Herausforderungen neu zu bewerten und loszulassen. Das tief verankerte Gefühl entsteht: „Ich bin genau richtig, wo ich bin – und ich habe das Werkzeug, um meinen Weg zu gehen.“
5. E – Emotionsregulation
Das ist der Schlüssel für jeden Kopfmenschen. Wenn wir lernen, das Nervensystem aktiv zu regulieren (z. B. durch gezielte Atemtechniken oder Tapping/Klopfen), passiert Magie: Eine Situation, bei der dir eben noch das Herz bis zum Hals schlug und die Brust sich eng anfühlte, wirkt plötzlich ruhig, klaglos und bewältigbar.
6. R – Ressourcenorientierung
Kennst du die berühmte Nonnenstudie (Danner et al.)? Man untersuchte die Tagebücher von jungen Nonnen im Alter von 20 Jahren. Das verblüffende Ergebnis Jahrzehnte später: Das Viertel der Nonnen, das in jungen Jahren die meisten positiven Wörter nutzte, lebte im Schnitt 10 Jahre länger als das Viertel mit den negativsten Wörtern!
Das bedeutet nicht, dass wir Probleme totschweigen sollen (toxische Positivität). Es bedeutet: Du erreichst deine Ziele nur aus einem Zustand der Stärke. Deshalb beginnen wir jede Session damit, dein System in einen hochgradig ressourcenvollen Zustand zu bringen – am liebsten durch transzendente Emotionen wie Dankbarkeit, Mitgefühl oder Ehrfurcht.
Die angezogene Handbremse lösen
Heute weiß ich: Du musst deine analytische Klugheit nicht an der Garderobe abgeben, um innere Ruhe und Leichtigkeit zu finden. Du musst nur aufhören, deine Emotionen wie einen Feind zu behandeln, den man weg argumentieren kann.
Echtes Wachstum fühlt sich nicht wie harter Kampf an. Es fühlt sich an, als würde man eine jahrelang angezogene Handbremse im eigenen Körper endlich lösen.
Da ich selbst regelmäßig Coaching in Anspruch nehme, weiß ich genau, wie es sich auf deiner Seite des Stuhls anfühlt. Ich kenne die Skepsis des Verstandes, die Angst vor dem Kontrollverlust und die erlösende Freude, wenn das fiese Stechen in der Brust plötzlich der Freiheit weicht.
Möchtest du erleben, was passiert, wenn Wissenschaft auf tiefes Gefühl trifft?
Wenn du bereit bist, deine Themen nicht mehr nur im Kopf zu kreisen, sondern an der echten Ursache zu packen: Lass uns sprechen. Im kostenlosen Klarheitsgespräch finden wir heraus, wo dein System gerade steht.